“Winter der Welt”

Winter der Welt ist ein Roman von Ken Follett, der durch Bücher wie „Die Säulen der Erde“ bekannt wurde. Im zweiten Band seiner Jahrhunderttrilogie, Winter der Welt, geht es um das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg.

Der zweite Band der Trilogie

Der erste Band der Trilogie mit dem Titel „Sturz der Titanen“ beschäftigte sich mit dem Ersten Weltkrieg sowie den Hintergründen, wie es dazu kam. Der zweite Band beginnt nun im Jahr 1933, dem Jahr der Machtergreifung des Nazi-Regimes in Deutschland.
Das Buch „Winter der Welt“ umfasst über 1000 Seiten und beschäftigt sich mit einem Thema, das gerade in Deutschland bis zum Überlaufen behandelt wurde. Bücher mit Inhalten zu den Nationalsozialisten und dem Zweiten Weltkrieg sind so häufig am Markt wie Sandkörner an der Omaha-Beach.

Spannend erzählte Geschichte

Doch wer Ken Follett kennt, weiß das er in der Lage ist, selbst Altbekanntes neu zu erzählen und aufzuzeigen. Schon seine Bücher über das Mittelalter zeigten sich vor allem durch Detailgenauigkeit und spannende Erzählweise. Ken Follett hat auch in “Winter der Welt” genau recherchiert und sich alle Mühe gegeben, der fiktiven Geschichte einen wahren Hintergrund zu geben. Wie im ersten Buch findet sich auch in “Winter der Welt” der Diplomat Walter von Ulrich und dessen Frau hier wieder. Doch es geht nun mehr um die nachfolgenden Generationen und deren Leben und Überleben im Tausendjährigen Reich sowie dessen Auswirkungen. Die Daten und Fakten aus “Winter der Welt” sind präzise erarbeitet und könnten einem Geschichtsbuch alle Ehre machen, nur ist dieses Buch keineswegs Langweilig oder Langatmig. Es beschreibt den Hitler-Stalin-Pakt, den Spanienkrieg genauso wie die Musik dieser Zeit, den Swing. Der millionenfache Mord an der europäischen jüdischen Bevölkerung wird von Follett zwar im Buch aufgenommen, aber eher am Rande. Dafür nimmt Follett ein anderes Thema der Euthanasie aufs Korn. Den weit weniger bekannten Mord an Behinderten. Auch der Überfall auf Pearl Harbor und die Atombombenforschung sowie der Abwurf der Bombe über Japan finden Eingang in dieses Buch.

Alle Seiten wurden beleuchtet

Ken Follett geht in Winter der Welt eigentlich sehr fair mit der deutschen Bevölkerung um und unterscheidet zwischen „Deutsch“ und „Nazi“. Für einen Engländer eher ungewöhnlich. So wird aufgezeigt, dass die deutsche Luftwaffe erst englische Wohngebiete bombardierte, nachdem dies die Royal Airforce mit deutschen Wohngebieten machte.

Das Buch Winter der Welt ist ein typischer Follett-Roman. Es ist schwer, es aus der Hand zu legen, wenn angefangen wurde, es zu lesen. Aber 1000 Seiten lassen sich in der Regel nicht an einem Tag bewältigen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *